Bei BNP Paribas Leasing Solutions wird unser Purpose, also unser Unternehmenszweck – die Kreislaufwirtschaft zu erschließen, um unsere gemeinsame Welt zu erhalten – durch konkrete, umsetzbare Initiativen mit Leben gefüllt. Eine davon ist die Verlängerung von Lebenszyklen technologischer Vermögenswerte, unterstützt durch BNP Paribas 3 Step IT, ein 2019 gegründetes Joint Venture zwischen BNP Paribas Leasing Solutions und dem finnischen Unternehmen 3stepIT, einem führenden Anbieter im Technologielebenszyklus-Management. 

Die Eröffnung unseres Technology-Refurbishment-Centers in Frankreich verstärkt diesen Anspruch, erweitert unsere Fähigkeiten und unterstreicht unseren strukturierten Ansatz für das Management digitaler Geräte über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg.

 IT-Equipment über die Erstnutzung hinaus managen 

Elektronische Geräte haben kurze Aktualisierungszyklen und es werden stetig mehr. Die verantwortungsvolle Verwaltung von Geräten am Ende der Nutzung ist daher für viele Organisationen eine operative Herausforderung. Das neue Refurbishment-Center ist darauf ausgelegt, zunächst jährlich bis zu 100.000 Geräte zu verarbeiten, mit einer schrittweisen Steigerung auf 400.000 Stück pro Jahr. Dazu gehören Laptops, Desktops, Smartphones und Tablets. Organisationen können gebrauchte IT- Geräte in einen kontrollierten Prozess überführen, der eine sichere Datenlöschung, technische Prüfung und Bewertung der Geräte umfasst. Je nach Zustand werden sie dann entweder für die Wiederverwendung generalüberholt oder an zertifizierte Recyclingpartner weitergeleitet. 

Dieser strukturierte Ansatz hilft, die Lebensdauer von Geräten wo eben möglich zu verlängern und gewährleistet eine konforme Handhabung, wenn eine Wiederverwendung nicht möglich ist. 

Eine praktische Illustration des Lebenszyklus-Denkens

In früheren Artikeln haben wir die Rolle nutzungsbasierter Modelle für ein besseres Lebenszyklusmanagement und nachhaltigen Konsum hervorgehoben. Die Wiederaufbereitung von IT-Equipment ist ein Beispiel dafür, wie dies in der Praxis funktionieren kann.  
 
Wenn Geräte innerhalb verwalteter Rahmenbedingungen bleiben, wird es einfacher, den Zustand zu beurteilen, das Wiederverwendungspotenzial zu bestimmen und eine verantwortungsvolle Rücknahme zu organisieren. 

Refurbishment kann dazu beitragen:

  • den im Equipment gebundenen Wert zu erhalten
  • Verringerung der vorzeitigen Entsorgung
  • Ermöglichung einer Umverteilung in Sekundärmärkte

Das Center beseitigt die Herausforderungen des elektronischen Schrotts nicht. Technologische Zyklen bleiben schnell, und nicht alle Geräte sind für eine Generalüberholung geeignet. Es stärkt jedoch die Infrastruktur, die notwendig ist, um digitale Vermögenswerte systematischer zu verwalten.

Ein soziales Engagement, das mit unserer Arbeitgebermarke im Einklang steht

Über die ökologische Wirkungen hinaus spiegelt diese Initiative auch unseren menschlichen und inklusiven Ansatz wider. In diesem Zentrum setzt BNP Paribas vielfältige Rekrutierungs- und Berufsintegrationspolitiken um, insbesondere durch seine Disability Mission, um die Beschäftigung unterschiedlicher Profile zu fördern, darunter Menschen mit Behinderungen, Personen, die ihre Karriere neu aufbauen, oder Senioren.

Erfahrungsberichte von Hellowork, wie zum Beispiel die von Christophe, einem Mitarbeiter, der über die Disability Mission rekrutiert wurde, heben die positiven Auswirkungen dieser Richtlinien hervor: Sie bieten eine zweite berufliche Chance und helfen dabei, erfüllende Karrierewege in technischen Rollen im Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft zu schaffen.

Weiterer Aufbau von Fähigkeiten

Das Refurbishment-Zentrum stellt einen weiteren Schritt zur Stärkung unserer Fähigkeiten im IT- Lebenszyklusmanagement dar. Es markiert jedoch nicht den Abschluss eines Übergangs hin zu vollständig zirkulären digitalen Systemen.

Digitale Zirkularität bleibt komplex. Die Mengen steigen, regulatorische Rahmenbedingungen entwickeln sich weiter und die Infrastruktur muss kontinuierlich ausgebaut werden. Durch Investitionen in Refurbishment-Kapazitäten und strukturierte Lebenszyklusprozesse trägt BNP Paribas 3 Step IT zur schrittweisen Reifung von Ökosystemen für das Management digitaler Geräte bei – im Einklang mit unserem Unternehmenszweck, die Kreislaufwirtschaft zu erschließen, um unsere gemeinsame Welt zu erhalten.

 

Ein aktuelles Briefing der Europäischen Umweltagentur hat untersucht, wie Strategien der Kreislaufwirtschaft zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen beitragen können. Einer der hilfreichsten Beiträge dieser Analyse ist dabei keine einzelne Kennzahl, sondern ein Rahmenwerk: Auswirkungen entstehen vor der Nutzung, während der Nutzung und nach der Nutzung. 

Für Führungskräfte bedeutet das weniger Nachhaltigkeitsrhetorik und mehr die Frage, wie Vermögenswerte im Zeitverlauf Wert schaffen. 

Zirkularität bedeutet nicht nur Recycling. Es geht darum, wie Produkte entwickelt werden, wie intensiv sie genutzt werden und was mit ihnen geschieht, wenn ihr erster Nutzungszyklus endet. 

Zunehmend sind diese Phasen auch kommerziell miteinander verknüpft. 

 Vor der Nutzung: Design prägt Kosten und Leistung 

Ein erheblicher Teil der Kostenbasis und des ökologischen Fußabdrucks eines Produkts wird bereits in der Design- und Produktionsphase festgelegt. 

Entscheidungen in Bezug zu:

  • Haltbarkeit
  • Reparaturfähigkeit
  • Modularität
  • Materialeffizienz

beeinflussen direkt die Verfügbarkeit, Wartungskosten und die Häufigkeit von Ersatzbeschaffungen.

Hersteller reagieren bereits auf Volatilität der Lieferkette, Materialbeschränkungen und regulatorischen Druck. Produkte zu entwerfen, die länger halten und aufgerüstet statt ersetzt werden können, wird zunehmend zu einem Wettbewerbsproblem.

Geschäftsmodelle beeinflussen dies. Wenn Wert über die Zeit erzeugt wird und nicht nur am Verkaufsort erfasst wird, werden Langlebigkeit und Servicefähigkeit kommerziell relevant.

Während der Nutzung: Auslastung ist eine Effizienzfrage

Die Phase während der Nutzung wird in Führungsgesprächen häufig übersehen – obwohl hier erhebliche operative Ineffizienzen entstehen können.

Sektorübergreifend sind Vermögenswerte häufig:

  • untergenutzt
  • früher als nötig ersetzt
  • uneinheitlich gewartet
  • nicht in eine strukturierte Lebenszyklusplanung eingebunden

Aus Managementsicht führt dies zu gebundenem, ungenutztem Kapital und vermeidbare Kosten.

Nutzungsbasierte Ansätze – einschließlich Leasing, Product-as-a-Service- und Leistungsverträge – verlagern den Fokus vom Eigentum auf den Output. Anstatt zu fragen: “Wem gehört der Vermögenswert?“, stellt sich die Frage: “Wie effizient liefert er Wert?”

Höhere Auslastungsraten können bedeuten, dass weniger Vermögenswerte benötigt werden, um denselben Geschäftsoutput zu liefern. Verlängerte Lebensdauer reduziert Austauschzyklen und Störungen. Strukturierte Wartung verbessert Zuverlässigkeit und Produktivität.

Von der Europäischen Umweltagentur geprüfte Forschung legt nahe, dass diese Veränderungen zu niedrigeren Emissionen beitragen können, indem sie die Nachfrage nach neuer Produktion verringern. Doch selbst ohne die Klimaperspektive bleibt die kommerzielle Logik bestehen: Bessere Auslastung verbessert die Kapitaleffizienz und die operative Resilienz.

Jeder Emissionsvorteil ist ein Nebenprodukt einer verbesserten Anlagenproduktivität – kein eigenständiger Schaden.

Nach der Nutzung: Rückgewinnung hängt von früheren Entscheidungen ab

Recycling und Rückgewinnung bleiben wichtig. Sie gleichen jedoch eine ineffiziente Nutzung in vorgelagerten Phasen nur selten aus.

Die Endergebnisse am Ende der Nutzung hängen unter anderem davon ab:

  • ob das Produkt für Refurbishment oder Demontage ausgelegt wurde
  • ob Zustands- und Nutzungsdaten erfasst wurden
  • ob sekundäre Anwendungen existieren

Wenn Vermögenswerte innerhalb strukturierter Rahmenbedingungen eingesetzt werden, in denen Wartung und Zustand überwacht werden, werden Refurbishment und Wiedereinsätze realistischer.

Für den Nutzer bedeutet dies reibungslosere Übergänge, weniger betriebliche Störungen und eine bessere planbare Asset-Strategie.

Auch hier ist der kommerzielle Antrieb Kontinuität und Effizienz. Umweltgewinne entstehen, wenn weniger neue Produkte hergestellt werden müssen, um vorzeitig verworfene zu ersetzen.

Die Phasen verbinden: Warum das Geschäftsmodell entscheidend ist

Der Lebenszyklusrahmen der EEA hebt etwas Praktisches hervor: Die drei Phasen verstärken sich gegenseitig.

  • Das Design beeinflusst die Langlebigkeit.
  • Die Auslastung beeinflusst die Nachfrage nach Ersatz.
  • Rückverfolgbarkeit beeinflusst die Möglichkeiten für den Wiedereinsatz.

Nutzungsbasierte Modelle arbeiten am direktesten in der “während der Nutzung”-Phase, beeinflussen aber die anderen. Wenn der Umsatz mit der Leistung über die Zeit gekoppelt ist:

  • steigt der Anreiz, langlebiges Design zu unterstützen
  • wird Wartung strukturiert statt reaktiv.
  • wird die Vermögensplanung lebenszyklusbasiert statt transaktionsbasiert.

Diese Ausrichtung reduziert die Emissionen nicht automatisch. Die Ergebnisse hängen von Sektoreigenschaften, Energiesystemen und Nutzerverhalten ab.

Sie schafft jedoch Bedingungen, unter denen ein geringerer Materialdurchsatz – und damit geringere Emissionen aus der vorgelagerten Produktion – wahrscheinlicher werden.

Für das Management bedeutet dies konkret:

  • Verbesserte Vermögensproduktivität
  • Geringere Volatilität der Lebenszykluskosten
  • Verkürzte Betriebsausfallzeiten
  • Stärkere Zusammenarbeit mit Lieferanten

Die Klimadimension liegt zunehmend innerhalb dieser operativen Entscheidungen, statt außerhalb davon.

Eine praktische Perspektive

Diskussionen über die Kreislaufwirtschaft können abstrakt werden.  Für Führungskräfte ist daher eine andere Frage oft hilfreicher:

Wie lässt sich aus den bereits im Umlauf befindlichen Vermögenswerten mehr Wert schöpfen?

Zum Beispiel durch:

  • Die Nutzungsdauer um zwei oder drei Jahre verlängern?
  • Erhöhung der Auslastung in unterschiedlichen Kundensegmenten?
  •  Produkte zu entwerfen, die aufgerüstet statt ersetzt werden können?

Dies sind operative Entscheidungen mit finanziellen Konsequenzen.

Die Forschung der Europäischen Umweltagentur legt nahe, dass diese Veränderungen in großem Umfang auch zur Emissionsreduktion beitragen können. Das Ausmaß der Auswirkungen variiert und sollte gemessen statt angenommen werden.

Kein einzelnes Modell garantiert Ergebnisse. Wichtig ist, ob das Lebenszyklusdenken in diekommerzielle Entscheidungsfindung integriert wird.

In diesem Sinne geht es bei der Kreislaufwirtschaft weniger um Abfallmanagement und mehr um Asset-Strategie – und für viele Sektoren verlagert sich diese Diskussion bereits von den Nachhaltigkeitsteams in den Vorstandsraum.

BNP Paribas Leasing Solutions leistet einen direkten Beitrag zur Realwirtschaft. Wir arbeiten mit Unternehmen zusammen, die Menschen jeden Tag ernähren, bewegen, vernetzen, unterstützen und Infrastruktur für sie schaffen. Unsere Mission ist es, unseren Kunden und Partnern langfristig zur Seite zu stehen und ihnen den Zugang zu den Betriebsmitteln zu ermöglichen, die sie für ihren Erfolg benötigen.

In diesem Video erfahren Sie, wie wir Unternehmen verschiedenster Branchen unterstützen – mit fundierter Expertise, partnerschaftlicher Zusammenarbeit und einem tiefen Verständnis für Maschinen, Geräte und Technologien. So fördern wir Wachstum, Resilienz und nachhaltigen Fortschritt. Das Video zeigt unser Engagement für die Realwirtschaft – heute und auf lange Sicht.

Sehen Sie sich das Video an und erleben Sie unsere Mission in der Praxis:

Gemeinsam die Kreislaufwirtschaft erschließen

Bei BNP Paribas Leasing Solutions finanzieren wir nicht nur Maschinen, Geräte und Anlagen – wir gestalten aktiv eine nachhaltigere Zukunft. Unser Engagement für die Kreislaufwirtschaft prägt unser Handeln: von innovativen Leasinglösungen bis hin zu unseren Partnerschaften mit Unternehmen, die Nachhaltigkeit als Chance begreifen.

Wir laden Sie ein, diesen Weg gemeinsam mit uns zu gehen. Zusammen können wir das Potenzial der Kreislaufwirtschaft erschließen und dazu beitragen, die Ressourcen unserer gemeinsamen Welt nachhaltig zu nutzen.

Ladeinfrastruktur als Baustein nachhaltiger Mobilität

In der Zukunftsfabrik spielt Elektromobilität eine zentrale Rolle. Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge ermöglichen den effizienten Einsatz von Energie auf Unternehmensparkplätzen, in Logistikzentren, bei Flottenbetreibern sowie an öffentlich zugänglichen Standorten. Damit sind sie ein wesentlicher Bestandteil moderner und nachhaltiger Unternehmensinfrastrukturen.

Die Fabrik der Zukunft ist innovativ, wettbewerbsfähig und nachhaltig. Im Zusammenspiel dieser Anforderungen liegt das Potenzial von GreenTech. Steigende Energiekosten, regulatorische Vorgaben und ambitionierte Klimaziele führen dazu, dass Elektromobilität zunehmend Teil langfristiger Unternehmensstrategien wird. BNP Paribas Leasing Solutions unterstützt Unternehmen und ihre Kunden dabei, den Aufbau entsprechender Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge wirtschaftlich und planbar umzusetzen.

EV-Charger und Solaranlagen als Schlüsseltechnologien

In unserer Serie „Zukunftsfabrik“ richten wir den Blick auf den gezielten Aufbau von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Mit der zunehmenden Elektrifizierung von Firmenflotten, Dienstwagen und logistischen Transportlösungen steigt der Bedarf an leistungsfähigen, sicheren und skalierbaren EV‑Charging‑Lösungen deutlich.

Moderne EV-Charger lassen sich mit Solaranlagen koppeln und in bestehende Energie‑ und Lastmanagementsysteme integrieren. Intelligente Steuerung ermöglicht es, Ladeprozesse effizient zu gestalten, Lastspitzen zu vermeiden und den Eigenverbrauch erneuerbarer Energien zu optimieren. In Kombination mit Solaranlagen werden EV-Charger so zu einem zentralen Element einer nachhaltigen und effizienten Energienutzung.

Für Unternehmen bedeutet das:

  • eine zukunftssichere Infrastruktur für Elektromobilität
  • Unterstützung bei der Erreichung eigener ESG‑ und Klimaziele
  • eine höhere Attraktivität als Arbeitgeber und Geschäftspartner

Vorteile moderner Ladeinfrastruktur

Der Einsatz moderner EV‑Charging‑Lösungen bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile:

  • Skalierbarkeit für zukünftiges Flottenwachstum
  • Integration in bestehende Energie‑ und Gebäudekonzepte
  • Reduktion von Emissionen im operativen Betrieb
  • Steigerung des Komforts für Mitarbeitende, Kunden und Geschäftspartner

Finanzierung von EV‑Charging-Systemen durch Leasingmodelle

BNP Paribas Leasing Solutions bietet maßgeschneiderte Finanzierungslösungen für Ladeinfrastrukturen, insbesondere über Leasingmodelle. Unternehmen profitieren von:

  • Investitionen ohne hohe Anfangskosten
  • planbaren und transparenten Raten
  • einer liquiditätsschonenden Finanzierung
  • schnellem Zugang zu moderner Technologie

In der Serie “Zukunftsfabrik” erschienen auch:

Energiespeicher in der Zukunftsfabrik | BNP Paribas Leasing Solutions Germany

LEDs in der Zukunftsfabrik | BNP Paribas Leasing Solutions Germany

Wärmepumpen in der Zukunftsfabrik | BNP Paribas Leasing Solutions Germany

Effiziente Wärme- und Kälteversorgung als Teil nachhaltiger Industrieprozesse

In der Fabrik der Zukunft spielt die effiziente Bereitstellung von Wärme und Kälte eine zentrale Rolle. Produktionsprozesse, Raumheizung, Kühlung und Warmwasserbereitung verursachen in Industrie und Gewerbe einen großen Teil des Energiebedarfs. Wärmepumpen und HVAC-Systeme (Heating, Ventilation and Air Conditioning) können dazu beitragen, diesen Bedarf effizienter zu decken und bislang ungenutzte Wärmequellen gezielt zu erschließen.

Die Fabrik der Zukunft ist innovativ, wettbewerbsfähig und nachhaltig. In der Verbindung dieser Anforderungen liegt das Potenzial von GreenTech. Steigende Energiekosten, regulatorischer Vorgaben und ambitionierte Klimaziele erhöhen den Druck auf Unternehmen. Effiziente und möglichst treibhausgasarme Wärmeversorgung gewinnt dadurch für viele Unternehmen zunehmend an Bedeutung. BNP Paribas Leasing Solutions unterstützt Unternehmen und ihre Partner dabei, entsprechende Technologien wirtschaftlich umzusetzen und langfristig tragfähig zu finanzieren.

Wärmepumpen als Schlüsseltechnologie

In unserer Serie „Zukunftsfabrik“ betrachten wir Wärmepumpen als einen wichtigen Baustein einer effizienten Energieversorgung. Sie nutzen thermische Energie aus Umwelt- oder Prozessquellen, etwa aus Luft, Erdreich, Wasser oder industrieller Abwärme und heben diese mithilfe elektrischer Antriebsenergie auf ein Temperaturniveau an, das für Heizung, Warmwasserbereitung oder bestimmte Prozessanwendungen nutzbar ist.

Moderne Wärmepumpen lassen sich in bestehende Energiesysteme integrieren und mit Photovoltaik, Speichern oder intelligentem Lastmanagement verbinden. In Kombination mit HVAC-Systemen und geeigneten Rückgewinnungslösungen kann beispielsweise Wärme aus Abluft oder Produktionsprozessen zurückgeführt und erneut für Heiz- oder Prozesszwecke genutzt werden. So lassen sich Primärenergiebedarf und – bei entsprechendem Strombezug – auch Treibhausgasemissionen reduzieren.

Vorteile moderner Wärmepumpen:

  • Hohe Energieeffizienz bei geeigneter Systemauslegung und Betriebsweise
  • Gute Kombinierbarkeit mit Photovoltaik, Speichern und intelligentem Lastmanagement
  • Höhere Planbarkeit von Betriebs- und Finanzierungskosten
  • Geringere CO₂-Emissionen und reduzierte Abhängigkeit von fossilen Energieträgern
  • Flexible Einsetzmöglichkeiten für Gebäudeanwendungen und ausgewählte Industrieprozesse

Dennoch werden Wärmepumpen vielfach noch mit hohen Investitionskosten assoziiert. Diese Annahme kann die Verbreitung der Technologie bremsen – obwohl wirtschaftlich tragfähige Lösungen längst verfügbar sind.

Finanzierung von Wärmepumpenprojekten durch Leasingmodelle

BNP Paribas Leasing Solutions unterstützt Unternehmen mit flexiblen Finanzierungslösungen für Wärmepumpenprojekte – insbesondere über Leasingmodelle.

Unternehmen profitieren dabei von:

  • Sofortiger Zugang zu moderner, nachhaltiger Technologie
  • Planbare Kostenstrukturen
  • Schonung der Liquidität
  • Flexibilität für technologische Weiterentwicklungen

So kann eine zukunftsfähige Energieversorgung für kleinere Unternehmen, den Mittelstand, Großunternehmen, industrielle Anlagen und Kommunen wirtschaftlich leichter zugänglich werden.

Ausblick: Die Zukunftsfabrik

Wärmepumpen sind ein wichtiger Baustein einer modernen und nachhaltigen Energieversorgung in der Zukunftsfabrik. Sie unterstützen Unternehmen dabei, Energieeffizienz, Klimaschutz und wirtschaftliche Anforderungen miteinander zu verbinden und Energiesysteme intelligent zu verknüpfen.

Im kommenden Beitrag zeigen wir, warum EV Charger und Solaranlagen in der Zukunftsfabrik unverzichtbar sind.

Bisher erschienen in der Serie:

Energiespeicher in der Zukunftsfabrik | BNP Paribas Leasing Solutions Germany
LEDs in der Zukunftsfabrik | BNP Paribas Leasing Solutions Germany

In der Zukunftsfabrik sorgt moderne LED-Beleuchtung dafür, dass Energie effizient eingesetzt wird – in Produktionshallen und Lagern, in Bürogebäuden und auf Parkflächen ebenso in der kommunalen Straßenbeleuchtung.

Die Fabrik der Zukunft ist innovativ, wettbewerbsfähig und nachhaltig. Die Schnittmenge dieser drei Anforderungen bildet GreenTech. Steigende Energiepreise und ein wachsendes Nachhaltigkeitsbewusstsein machen Investitionen in erneuerbare Energien zu einem zentralen Erfolgsfaktor für Unternehmen. Energie gewinnen, speichern und effizient einsetzen – das sind die Herausforderungen unserer Zeit. BNP Paribas Leasing Solutions unterstützt Unternehmen und ihre Kunden dabei, diesen Weg erfolgreich zu gehen.

LED als Effizienztechnologie

In unserer Serie „Zukunftsfabrik“ richten wir heute den Blick auf den intelligenten Einsatz von Energie bei der Beleuchtung. Denn bei langen Leuchtzeiten und großen Flächen entstehen hier schnell hohe Kosten.

Die LED-Technologie hat die Lichterzeugung grundlegend verändert. Sie ist bis zu 80 % energieeffizienter als herkömmliche Leuchtmittel, bietet hohe Lichtqualität, lange Lebensdauer und kommt ohne Quecksilber aus.

Für Unternehmen bedeutet das:

  • deutlich geringere Stromkosten
  • weniger Wartungsaufwand
  • bessere Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende

Da LEDs wesentlich weniger Abwärme erzeugen, sinken zusätzlich die Kosten für Klimatisierung und Lüftung. Gleichzeitig trägt moderne Beleuchtung zu Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz bei.

Gerade auf großen Industrie- und Logistikflächen wird Beleuchtung so zu einem wichtigen Faktor für Produktivität und Wirtschaftlichkeit.

Vorteile von LED-Beleuchtung

  • deutlich reduzierte Energiekosten
  • lange Lebensdauer bei geringem Wartungsaufwand
  • hohe Lichtleistung bei geringem Energieverbrauch

Viele Unternehmen zögern dennoch, eine umfassende Umrüstung vorzunehmen, da die Investitionskosten zunächst hoch erscheinen.

Finanzierung von LED-Umrüstungen durch Leasingmodelle

Hier setzt BNP Paribas Leasing Solutions an: Mit einem breiten Spektrum an Finanzierungslösungen für LED-Projekte, insbesondere über Leasingmodelle.

Unternehmen profitieren von:

  • sofortiger Nutzung moderner Technologie ohne hohe Anfangsinvestition
  • planbaren und transparente Raten
  • Schonung der Liquidität

So wird die strategische Modernisierung der Beleuchtung wirtschaftlich kalkulierbar.

Ausblick: Die Zukunftsfabrik

LED-Beleuchtung ist ein zentraler Baustein für die effiziente Nutzung von Energie in der Industrie.

In den kommenden Beiträgen unserer Serie „Zukunftsfabrik“ zeigen wir, wie Unternehmen Energie nachhaltig erzeugen – etwa durch Wärmepumpen oder durch Solaranlagen.

Bisher erschienen in der Serie:
Energiespeicher in der Zukunftsfabrik | BNP Paribas Leasing Solutions Germany

In der Zukunftsfabrik sorgen Energiespeicher dafür, dass überschüssige elektrische Energie genau dann verfügbar ist, wenn Unternehmen sie benötigen.

Die Fabrik der Zukunft ist innovativ, wettbewerbsfähig und nachhaltig. Die Schnittmenge dieser drei Anforderungen bildet GreenTech. Steigende Energiepreise und ein wachsendes Nachhaltigkeitsbewusstsein machen Investitionen in erneuerbare Energien zu einem zentralen Erfolgsfaktor für Unternehmen. Energie gewinnen, speichern und effizient einsetzen – das sind die Herausforderungen unserer Zeit. BNP Paribas Leasing Solutions unterstützt Unternehmen und ihre Kunden dabei, diesen Weg erfolgreich zu gehen.

Energiespeicher als Schlüsseltechnologie

In unserer Serie „Zukunftsfabrik“ richten wir den Blick zunächst auf das Speichern von Energie. Denn erneuerbare Energie ist nur dann wirklich nutzbar, wenn sie auch dann zur Verfügung steht, wenn weder Sonne scheint noch Wind weht.

Batteriegestützte Energiespeicher – sogenannte Battery Energy Storage Systems (BESS) – schaffen genau diese Flexibilität. Als stationäre Batteriesysteme gleichen sie die Lastspitzen aus, machen Eigenstrom optimal nutzbar und tragen zu einer stabilen Energieversorgung bei. Sie speichern Strom, wenn er gerade günstig ist oder selbst erzeugt wird, und stellen ihn genau dann bereit, wenn Unternehmen ihn benötigen. So lassen sich Energiekosten senken und Versorungssicherheit erhöhen.

Moderne Speichersysteme sind modular aufgebaut und lassen sich passgenau in bestehende Energie-Infrastrukturen integrieren. Das zentrale Energiemanagementsystem steuert Lade- und Entladeprozesse intelligent, analysiert Netzzustände, berücksichtigt Strompreise und kommuniziert mit Erzeugungsanlagen – etwa Photovoltaik-Systemen – ebenso wie mit Verbrauchern in der Produktion. Immer häufiger kommt dabei auch künstliche Intelligenz zum Einsatz.

Vorteile von Energiespeichersystemen

  • höhere Versorgungssicherheit, inklusive Notstromfähigkeit
  • optimale Nutzung von Strompreisunterschieden (z. B. Tag-/Nachtstrom)
  • effizienter Einsatz selbst erzeugter Energie
  • mehr Unabhängigkeit und bessere Kostenkontrolle bei der Energieversorgung

Häufig werden Energiespeicher jedoch noch mit hohen Investitionskosten verbunden. Das Vorurteil kann die Verbreitung der Technologie bremsen – obwohl wirtschaftliche Lösungen längst verfügbar sind.

Finanzierung von Energiespeichern durch Leasingmodelle

Hier setzt BNP Paribas Leasing Solutions an: Mit einem breiten Spektrum an Finanzierungslösungen für Energiespeichersysteme, insbesondere über Leasingmodelle.

Leasing ermöglicht:

  • Investitionen ohne hohe Anfangskosten
  • planbare und transparente Raten
  • Schonung der Liquidität
  • schnellen Zugang zu moderner Technologie

So wird der Einstieg in eine zentrale Zukunftstechnologie auch für kleinere und mittelständische Unternehmen wirtschaftlich attraktiv.

„Durch die im Verhältnis zum Anschaffungswert niedrigen Leasingraten wird Flexibilität erschwinglich. Unternehmen können morgens Lastspitzen abdecken und nachts günstig Strom einkaufen. In Kombination mit einer Solaranlage gewinnen sie deutlich an Unabhängigkeit.“

Andreas Dietrich, Head of Business Development und GreenTech-Experte

Ausblick: Die Zukunftsfabrik

Energiespeicher sind das Herzstück der Energie-Infrastruktur von morgen. Sie machen erneuerbare Energien für Unternehmen flexibel nutzbar. In den kommenden Beiträgen unserer Serie „Zukunftsfabrik“ zeigen wir, wie Energie effizient eingesetzt wird – etwa durch den Umstieg auf LED-Beleuchtung – und wie sie erzeugt wird, zum Beispiel durch Wärmepumpen oder Solaranlagen.

  • Der EIF und BNP Paribas Leasing Solutions unterzeichnen eine InvestEU-Garantie in Höhe von bis zu 200 Millionen Euro.
  • Die Vereinbarung soll Investitionen von KMU und kleinen Mid-Caps in Projekte zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Nachhaltigkeit fördern.
  • Der Deal markiert die bisher größte länderübergreifende Garantie des EIF, die speziell zur Unterstützung von Leasinglösungen für die Energiewende entwickelt wurde.

Der Europäische Investitionsfonds (EIF), Teil der Europäischen Investitionsbank (EIB) Gruppe, hat eine bahnbrechende Vereinbarung mit BNP Paribas Leasing Solutions unterzeichnet, um eine Portfoliogarantie von bis zu 200 Millionen Euro bereitzustellen. Unterstützt durch das InvestEU-Programm zielt diese Initiative darauf ab, den Zugang zu Leasinglösungen für Geschäftsausstattung für KMU und kleine Mid-Caps in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien zu verbessern.

Die innovative Partnerschaft zielt darauf ab, die wirtschaftliche Entwicklung und die ökologische Nachhaltigkeit zu beschleunigen, indem sie finanzielle Unterstützung bietet für

  • Investitionen in nachhaltige Mobilität
  • Energieeffizienz
  • grüne Technologien und erneuerbare Energieprojekte

„Diese Garantievereinbarung mit BNP Paribas Leasing Solutions erfüllt die Kernmission sowohl des Europäischen Investitionsfonds als auch der Europäischen Investitionsbank: die Beschleunigung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit für europäische KMU bei gleichzeitiger Förderung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung durch maßgeschneiderte Finanzlösungen“, sagte Ambroise Fayolle, Vizepräsident der EIB.

Marjut Falkstedt, CEO des EIF, hob die Auswirkungen der Partnerschaft hervor: „Durch die Bündelung unserer Kräfte werden der EIF und BNP Paribas Leasing Solutions über 200 Millionen Euro an neuen Finanzierungen bereitstellen, um Innovation und Wettbewerbsfähigkeit europäischer KMU in vier europäischen Ländern zu beschleunigen und Unternehmen bei ihrem Übergang zu kohlenstoffarmen Modellen zu unterstützen. Diese bedeutende Garantie, unterstützt durch den InvestEU-Fonds, unterstreicht die Kraft gemeinsamer Anstrengungen zur Stärkung der europäischen Volkswirtschaften.“

Neil Pein, CEO von BNP Paribas Leasing Solutions, betonte die strategische Bedeutung der Initiative: „Wir sind stolz darauf, Teil dieser strategischen Partnerschaft zu sein, die wesentliche Finanzierungen für KMU und kleine Mid-Caps bereitstellen wird. Diese Initiative passt perfekt zu unserem Engagement, europäische Unternehmen mit den finanziellen Werkzeugen auszustatten, die sie benötigen, um zu wachsen, zu innovieren und zu einer nachhaltigeren Wirtschaft beizutragen.“

Hintergrundinformationen:

Über EIF

Der EIF ist Teil der Europäischen Investitionsbank Gruppe. Er unterstützt die KMU in Europa, indem er ihren Zugang zu Finanzierungen durch eine breite Palette ausgewählter Finanzintermediäre wie Banken, Garantie- und Leasinggesellschaften, Mikrokreditgeber und Private-Equity-Fonds verbessert. Der EIF entwickelt und bietet Eigenkapital- und Fremdfinanzierungsinstrumente an, die die EU-Ziele in den Bereichen Unternehmertum, Wachstum, Innovation, Forschung und Entwicklung, den grünen und digitalen Wandel sowie Beschäftigung fördern.

Das InvestEU-Programm bietet der Europäischen Union langfristige Finanzmittel, indem es erhebliche private und öffentliche Mittel zur Unterstützung einer nachhaltigen Erholung und des Wachstums mobilisiert. Es hilft auch, private Investitionen für die politischen Prioritäten der Europäischen Union, wie den europäischen Green Deal und den digitalen Wandel, zu mobilisieren. InvestEU vereint unter einem Dach die Vielzahl der EU-Finanzinstrumente und macht die Finanzierung von Investitionsprojekten in Europa einfacher, effizienter und flexibler. Der InvestEU-Fonds wird durch Finanzpartner umgesetzt, die in Projekte investieren, die durch eine EU-Haushaltsgarantie von 26,2 Milliarden Euro abgesichert sind. Diese Garantie wird die Investitionsprojekte der Umsetzungspartner unterstützen, ihre Risikotragfähigkeit erhöhen und so mindestens 372 Milliarden Euro an zusätzlichen Investitionen mobilisieren.

ÜBER BNP PARIBAS LEASING SOLUTIONS

BNP Paribas Leasing Solutions bietet kapitaleffiziente Finanzierungslösungen für Geschäftsausstattungen in Schlüsselbranchen wie Landwirtschaft, Bauwesen, Transport, Materialhandling, IKT, Gesundheitswesen und grüne Technologien. Mit seiner 70-jährigen Geschichte verlassen sich seine Partner und Kunden auf seine Marktexpertise, sein Asset-Know-how und seine Beratungsdienste, um ihr Wachstum, ihre Transformation und ihren Übergang zu einer kohlenstoffarmen Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. BNP Paribas Leasing Solutions ist in 18 Ländern in Europa und der Türkei vertreten und beschäftigt über 3.000 Experten. In den USA und Kanada bietet BNP Paribas Leasing Solutions in Partnerschaft mit der Bank of Montreal und in China durch ein Joint Venture mit Jiangsu Financial Leasing auch Vendor-Finance-Lösungen an. Im Jahr 2024 hat BNP Paribas Leasing Solutions 16,3 Milliarden Euro an Asset-Finanzierungen bereitgestellt und verwaltet derzeit ein Leasing-Asset-Portfolio von 40,4 Milliarden Euro. BNP Paribas Leasing Solutions ist vollständig im Besitz von BNP Paribas und ist innerhalb der Gruppe in der Abteilung für kommerzielle und persönliche Bankdienstleistungen positioniert.

Für weitere Informationen besuchen Sie leasingsolutions.bnpparibas.com.

Pressekontakte (EN/FR)

EIB

Christophe Alix, c.alix@eib.org, +33 6 11 81 30 99
Website: www.eif.org – www.eib.org/press – Press Office: press@eib.org

BNP Paribas Leasing Solutions

Suhale Vorajee – suhale.vorajee@bnpparibas.com
Lea Sauvage Yenes – lea.sauvageyenes@bnpparibas.com

Die Finanzierungsmöglichkeiten von BNP Leasing Solutions werden immer smarter. Zum einen unterstützen wir damit Unternehmen, handlungs- und leistungsfähig zu bleiben und ihre Arbeit noch effizienter zu gestalten. Zum anderen fördert das Angebot im Sinne einer Usage Economy durch Leasing das Einsparen von Ressourcen und minimiert mittels inkludiertem Maschinen-Vollschutz die Risiken. Das alles passt zur Zukunft der Baubranche. Denn auch bei den im Bau verwendeten Materialien spielen Attribute wie Effizienz, Nachhaltigkeit und Langlebigkeit eine größer werdende Rolle. Wir stellen einige vor und sagen: Hello tomorrow!

Konsequentes Umdenken bei Baustoffen wird zum Muss

Der Klimawandel zwingt uns in vielen Lebensbereichen zu Veränderungen. Auch in der Bauwirtschaft ist die Wende spürbar. Kein Wunder, schließlich trägt sie einen entscheidenden Anteil am Ressourcen- und Energieverbrauch. Laut Global Status Report for Buildings and Construction 2020 ist die Bau- und Gebäudewirtschaft für 38 % (!) der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Allein die Betonproduktion soll bis zu acht Prozent ausmachen.

Um zukünftig weniger Rohstoffe zu verbrauchen, können in Vergessenheit geratene Materialien und neue oder wiederentdeckte natürliche Baustoffe zum Einsatz kommen. Erstere verfügen in den meisten Fällen über den Vorteil, dass mit ihnen regional produzierte Stoffe verwendet werden. Auch ein schonendes Recycling bereits verbauter Materialien dürfte langfristig dazu beitragen, den globalen Ausstoß von Treibhausgasen in der Baubranche zu verringern.

Alte Baustoffe neu entdeckt

Mehr Verantwortung beim Bauen kann erreicht werden, indem Baustoffe aus der unmittelbaren Umgebung gewonnen, aufbereitet und verwendet werden. Beispielhaft hierfür ist die Umarbeitung von Feld- in Baustroh. Wände, die mit diesem nachwachsenden Rohstoff errichtet werden, sind atmungsaktiv und sorgen für ein nahezu perfektes Raumklima. Damit nicht aber genug. Der Baustoff Stroh bietet überdies gute Dämm- und Schallschutzeigenschaften. Eines der derzeit größten Projekte in Deutschland, bei denen Stroh als Dämmung zum Einsatz kommt, findet sich in der Benediktiner-Abtei im bayrischen Plankstetten. Die Mönche wollten einen Neubau realisieren, bei dem der Land- und Forstwirtschaft der Region Rechnung getragen wird und der im Einklang für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur steht. Deshalb werden die auf den eigenen Feldern des Klosters geernteten Strohballen aufbereitet und verwendet. So wird aus einem eigentlichen Abfall-Produkt ein wertvoller Baustoff. Das Bauprojekt findet im Rahmen des europäischen Entwicklungsprojekts UP STRAW statt, mit dem in der EU das Bauen mit Materialien aus der Natur gefördert und die CO2-Emmissionen beim Bau verringert werden sollen. Die häufig beim Baustoff Stroh geäußerten Sorgen hinsichtlich Brandschutz, Ungeziefer oder Feuchtigkeit können inzwischen weitestgehend ausgeräumt werden – vorausgesetzt, dass die erforderlichen Lagerungs- und Aufbauweisen konsequent verfolgt werden. Bei einem beidseitigen Verputz von Stroh mit Kalk und Lehm kann in Sachen Brandschutz die höchste Feuerwiderstandsklasse „feuerbeständig“ erreicht werden.

Apropos Lehm: Der eignet sich nicht nur als Verputzmaterial in Verbindung mit Stroh. Dieser ebenfalls seit vielen Jahrhunderten im Einsatz befindliche Naturbaustoff kann in weiterer Weise Verwendung finden – etwa als Stampflehm fürs Mauerwerk, in Form von Bausteinen oder im Trockenbau als Lehmplatten. Eine weitere Verwendung ergibt sich im Verbund mit anderen natürlichen Materialien als chemiefreier Fugenfüller.  

Bauen mit Stroh und Lehmputz ist dabei nicht nur günstig für die Öko-Bilanz. Auch für Bauherren kann diese Bauweise im Vergleich zu anderen eine Kostenersparnis bringen.

Natürlich gewachsene Materialien

Großes Potenzial als Baustoff der Zukunft versprechen Pilze. Genauer gesagt wird nicht der sichtbare Hut verwendet, sondern das unsichtbar im Boden verankerte Wurzelwerk, das sogenannte Myzel. Um dieses in größerer Produktion als Baustoff herzustellen, muss es zunächst angefüttert werden. Als Nahrung dienen mit Wasser, Kalziumpulver und Holzspänen angereicherte organische Abfälle, die schließlich mit bereits vorhandenem Myzel-Material vermischt werden. Nach einigen Wochen Wachstum wird alles zerkleinert, in eine gewünschte Materialform – etwa die eines typischen Ziegelsteins – gepackt und so das Wachstum fortgesetzt, bis die gewünschte Größe erreicht ist. Dann wird das Ganze im Ofen getrocknet, weiteres Wachstum auf diese Weise gestoppt und das Material vollständig ausgehärtet – fertig ist der Pilzbaustein. Im Vergleich zu Betonziegeln oder -steinen ist das Modell aus Myzel nicht nur wesentlich stabiler, sondern auch umweltfreundlicher, da bei der Produktion kein CO2 freigesetzt wird.

Ein weiteres, natürlich gewachsenes Material, das derzeit noch vornehmlich im Innenausbau zum Einsatz kommt, ist Moos. Es gilt seit einigen Jahren als besonderes Element zur Wandgestaltung. Mooswände sehen aber nicht nur gut aus. Sie können auch als Indikator für das Raumklima herhalten: Je geringer die Luftfeuchtigkeit, desto trockner das Moos. Zudem unterbricht und schluckt eine Mooswand Geräusche und wirkt so als Schallschutz. Auch im Außenbereich gibt es immer wieder Ansätze, kultiviertes Moos als Luftfilter einzusetzen. Das funktioniert und auch der Kühleffekt an warmen Tagen ist nachgewiesen. Neuerdings gibt es allerdings kritische Stimmen, die sagen, dass mithilfe von Moos die Schadstoffbelastung zwar reduziert werden kann, die Leistungsfähigkeit zur Menge an Moos, das für eine effektive Verbesserung der Luft benötigt wird, jedoch in keinem angemessenen Verhältnis steht. Außerdem würden die Schadstoffe nicht umgewandelt, sondern lediglich gespeichert. Hier bedarf es offensichtlich noch einiges an Forschung, bis Moos in großem Maß die Außenfassaden in unseren Städten kleidet.  

Kein Baustoff im eigentlichen Sinne, aber ein additives Element für den Bau von Hochhäusern, ist die Fassadenverankerung sogenannter vertikaler Wälder. Bekannte Beispiele sind der Gebäudekomplex Bosco Vertikale in Mailand oder auch der im Januar 2022 fertiggestellte Vertical Forest City Complex in der chinesischen Stadt Huanggang. Langfristig könnte die urbane Umwelt durch Bauprojekte wie diese verbessert werden.

Zu wertvoll für die Bauschutthalde

Im Textilbereich schon hochaktuell könnte nun auch im Bau der Trend zu Second Hand für mehr nachhaltiges Bauen sorgen. Statt beim Abriss von Gebäuden Betonschutt zu produzieren, arbeiten Forschungsprojekte mit Hochdruck daran, diesen in Recycling-Beton (R-Beton) umzuwandeln. So auch in einem von der Stadt München verfolgten Projekt „URGE: Circular Building Cities“, bei dem gemeinsam mit europäischen Partnerstädten herausgefunden werden soll, mit welchen Maßnahmen das Thema Kreislaufwirtschaft im Bau vorangetrieben werden kann. Auf einem Testgelände wurde im vergangenen Jahr bereits ein aus R-Beton gebauter Pavillon vorgestellt.

Der seit Jahrhunderten im Einsatz befindliche Baustoff Holz wird seit einiger Zeit nicht nur immer beliebter, sondern auch knapper und damit teurer. Balken, Dachstühle Fenster oder auch Türen aus Holz landeten bisher bei Abrissarbeiten meist auf der Bauschutthalde. Inzwischen gibt es ein Umdenken und entsprechend spezialisierte Abrissunternehmer, die gut erhaltenes verbautes Holz wie auch andere Baustoffe schonend bergen, auf Wiederwertbarkeit prüfen und manchmal mühevoll aufbereiten, bevor diese erneut verbaut werden können.

Statt aus Alt Neu zu machen, könnte auf lange Sicht ein anderes Konzept im Baubereich greifen. Konkret geht es um die Idee, die Wiederverwertung von Baustoffen in der Konzeption gleich mitzudenken. Das klingt ein bisschen nach Lego-Prinzip, und das ist es wohl auch. Wie ein solcher Cradle-to-cradle-Ansatz in der Umsetzung aussehen kann, veranschaulicht das Braunstein Taphouse in der dänischen Stadt Køge, bei dem für den Bau ein möglicher Rückbau gleicht eingeplant wurde. Die verbauten Elemente können zu einem späteren Zeitpunkt an einem anderen Ort wieder aufgebaut oder in anderen Projekten weiterverwendet werden.

Die Möglichkeiten sind vielfältig

Viele weitere Ideen für mehr Nachhaltigkeit und Energieeffizienz bei Baustoffen befinden sich gerade in der Erprobung. Neben den bereits erwähnten gehören dazu selbstreparierender Beton, transparentes Aluminium, Wollziegel oder auch Hydrokeramik, um nur einige weitere zu nennen. Aber ganz gleich, welche dieser Materialien zukünftig in unseren Gebäuden zum Einsatz kommen, sie alle leisten einen Beitrag für eine bessere Umwelt und ein klimaneutraleres Leben – insbesondere in unseren Städten. Weitermachen wie bisher ist keine Option.